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Media WatchPosted: 24/07/09 – Germany Tierrechtler fordern mehr Tierschutz in der EUDie neu gewählten EU-Parlamentarier sollen sich für eine Forschung ohne Tierversuche und eine humane und moderne Wissenschaft einsetzen. Das fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte im Verbund mit der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) anlässlich der heutigen konstituierenden Sitzung des EU-Parlaments. Die ECEAE, Europas führender Zusammenschuss von 17 Tierschutzorganisationen, forderte die Abgeordneten auf, die Meinung der EU-Bürger zu respektieren und sich in ihrer 5-jährigen Regierungszeit für eine endgültige Abschaffung von Tierversuchen einzusetzen. Eine repräsentative Umfrage der ECEAE vom Frühjahr hatte im Vorfeld ergeben, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Tierversuche ablehnt und sich entschieden gegen Experimente ausspricht, bei denen Tieren starken Schmerzen und Leiden zugefügt werden. Dennoch stimmten die Europaparlamentarier am 5. Mai diesen Jahres mehrheitlich für gravierende Verschlechterungen in der Neufassung der EU-Tierversuchsrichtlinie und erteilten damit den Verbesserungsvorschlägen der EU-Kommission eine Absage. Unter anderem lehnten sie ein Verbot für besonders schmerzhafte Tierversuche und eine bessere Prüfung von Tierversuchsanträgen ab. Mehr als 12 Millionen Tiere wie Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Mäuse und Fische werden jedes Jahr in den Laboren der EU in Tierversuchen eingesetzt und getötet. »Die Novellierung der EU-Tierversuchsrichtlinie bietet eine einzigartige Chance, das Leid von Millionen Tieren zu beenden. Wir erwarten von dem neu gewählten EU-Parlament, dass es sich für seine Bürger einsetzt und nicht vor den Lobbyinteressen der Industrie einknickt«, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. »Dazu gehört der Beginn des Ausstiegs aus dem Tierversuch, bessere Tierschutzstandards und insgesamt mehr Transparenz.« Umfrage EU-Richtlinie 86/609 Kontakt: |