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Am 11. März 2009 wurden in der EU alle Tierversuche für Kosmetika bis auf drei Tests verboten. Zu diesem Erfolg haben zwei Jahrzehnte Kampagnenarbeit der ECEAE maßgeblich beigetragen.
Aber es gibt eine Falle. Das Vermarktungsverbot für im Tierversuch getestete Kosmetika innerhalb der EU ist in Gefahr. Dies Verbot soll sicherstellen, dass weltweit keine Tierversuche für Kosmetik durchgeführt werden. Für dieses Vermarktungsverbot ist eine Übergangsregelung vorgesehen. Danach dürfen noch drei bestimmte Tierversuche außerhalb der EU durchgeführt und diese so getesteten Produkte bis März 2013 dennoch in der EU verkauft werden. Der Grund: Für diese drei Tierversuche müssen Ersatzverfahren erst noch entwickelt und von den Behörden anerkannt werden. Jetzt jedoch ist sich die Europäische Kommission unsicher, dass die fehlenden tierversuchsfreien Testmethoden bis März 2013 zur Verfügung stehen. Ein von der EU in Auftrag gegebener wissenschaftlicher Bericht empfiehlt, das Vermarktungsverbot um bis zu 10 Jahre, also bis 2023 zu verschieben.
Wenn die Politik dem Vorschlag dieses Berichts folgt, werden Zigtausende Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten in der ganzen Welt weitere 10 Jahre vergiftet, vergast, zwangsgefüttert und getötet, um kosmetische Produkte in Europa zu verkaufen. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition und sagen auch Sie Nein zur Tierqual-Kosmetik in Europa.
Die ECEAE beurteilt die Aussage des EU-Berichts als überzogen vorsichtig und ist der Meinung, dass es bereits genügend Alternativen gibt, um auf Tierversuche zu verzichten. Ganz entscheidend ist aber die Tatsache, dass die große Mehrheit der Europäer und Europäerinnen die Verschiebung des Verbots aus ethischen Gründen nicht akzeptiert. Tierversuche für Kosmetik sind vollkommen unnötig.
Wir glauben außerdem, dass eine Verschiebung des Verbots die Entwicklung und Anerkennung von tierversuchsfreien Testmethoden verlangsamt. Es ist eine Tatsache, dass ein fixes Verbotsdatum bisher die Entwicklung solcher innovativer Verfahren beschleunigt und damit weltweit Tausende Tiere gerettet hat.
Unser unnachgiebiger Druck hat maßgeblich bewirkt, dass heute anerkannte tierversuchsfreie Methoden insbesondere für den Haut- und Augenreizungstest an Kaninchen vorhanden sind und darüber hinaus viele dieser Verfahren bereits das wissenschaftliche Anerkennungsverfahren durchlaufen (Validierung). Ohne den Druck eines Verbotsdatums werden Wissenschaftler und Behörden sich mehr Zeit lassen, um Verfahren zu entwickeln und anzuerkennen. Das bedeutet aber, dass an Tausenden von Tieren grausame und unnötige Tests für Kosmetik stattfinden, damit diese Produkte auf die bequemste Art in Europas Supermarktregalen verkauft werden können. Es ist eine Schande, dass einflussreiche Vertreter der Kosmetikindustrie die Politiker bedrängen, das Verbotsdatum März 2013 so lang wie möglich hinauszuzögern.
Die ECEAE setzt alles daran, um diese Verbotsverschiebung zu verhindern. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Unterzeichnen Sie deshalb bitte unsere Petition. Sagen Sie Nein zu Tierqual-Kosmetik in Europa!